no0815blog

Über ein Leben mit Pferden, Katzen, Freund, Job und Studium - Mein Leben!

Archiv für die 'Pferde' Kategorie

Pferdefotos

Donnerstag 19. August 2010 von no0815girl

Das wäre vielleicht mal eine Idee:

horse-art.ch

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Hengst für Bailyn

Donnerstag 5. August 2010 von no0815girl

Das wäre ein Hengst für Bailyn *schwärm*

KB Omega Fahim

Video

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Fohlenweiden

Dienstag 6. Juli 2010 von no0815girl

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Ausrüstung für Reiter und Pferd

Montag 28. Juni 2010 von no0815girl

Da ich immer wieder auf kleinere Webshops mit zum Teil spezialisierter Ausrüstung treffe, die ich zwar jetzt noch nicht brauche, aber vielleicht in Zukunft suche, gibt es hier eine kleine Liste:

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Schabracke zum Wanderreiten

Montag 28. Juni 2010 von no0815girl

Ha, da suche ich ewig und drei Tage nach einer Wanderreit-Schabracke. Diese muss lang genug sein, dass auch noch das Gepäck auf der Schabracke aufliegt. Und dann stolpere ich da drüber:

Amazone-Reitsport

Nun juckt es mich in den Fingern, ein solche Schabracke zu bestellen, natürlich extra lang. Aber ob das vom Budget her drin liegt diesen Monat? *seufz*

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Vertrauen

Mittwoch 3. März 2010 von no0815girl

In den letzten Wochen hat sich einiges getan in der Beziehung zwischen mir und Bailyn. Anfangs bemerkte ich das gar nicht, man musste mich mit der Nase darauf stossen. Der Osteopathin ist es aufgefallen, dass Bailyn auf  mich “fixiert” ist. Das hat mir unglaublich gut getan und unsere Beziehung verbessert. Später ist mir aufgefallen, dass Bailyn meist bei mir stehen bleibt, wenn jemand anderes mit ihr an mir vorbei reitet. Auch das ist sehr schön!

Aber nicht nur Bailyn orientiert sich an mir, sondern auch Sarah, wie ich feststellen musste. Auch wenn sie weniger stark auf mich fixiert ist, bin ich doch ihre Hauptvertrauensperson. Das fiel mir vor ein paar Tagen auf, wo sie nervös wurde, als ich den Platz verliess. Die Freundin, die Sarah hielt, sagte dass sich Sarah nicht mehr am Kopf anfassen liess, als ich weg war und auch sonst nervös wurde. Als ich wieder bei ihnen stand, war nichts mehr zu bemerken. Und auch als wir beide am Reiten waren und ich Bailyn per Stimmkommando anhielt, blieb Sarah ein paar Meter weiter stehen. Süss oder? Auch ihre Reiterin fand das witzig, wenn auch ein wenig mühsam ^^

Es ist immer schön, zu bemerken, wie es zusammen aufwärts geht und das Vertrauen auf beiden Seiten wächst, wie uns dreien die “Arbeit” Spass macht und wir trotz Tiefs und Rückschlägen immer mehr zusammen wachsen.

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Manchmal braucht es nur ein Bild…

Freitag 29. Januar 2010 von no0815girl

… um etwas grundlegendes zu verändern.

So wie gestern. Seit Monaten, ach was, JAHREN läuft bei mir beim Reiten irgendetwas falsch. Ich ziehe am inneren Zügel, verliere den äusseren und bin zudem viel zu steif in der Hüfte. Dementsprechend schlecht klappte das Reiten seitdem. Gestern las ich weiter im Buch Bausteine Dressurreiten, im Kapitel Lenken. Dort wurde die Zügelführung als Dreieck erklärt, mit der Spitze im Pferdemaul und einer zusätzlichen Seite zwischen den Händen. Das Bild zeigte eine Reiterin mit einer Peitsche waagrecht in beiden Händen haltend. Dieses Bild nahm ich mit aufs Pferd und siehe da: kein Ziehen am inneren Zügel, sondern der äussere war dran. Und die Pferdchen verstanden endlich wieder mal, was ich von ihnen wollte, liefen wunderbar am Zügel (ok, Sarah hat sich eher verkrochen) und machten keinen Blödsinn (im Sinne von plötzlich Richtung Ausgang galoppieren). Sie waren auf mich konzentriert und hörten zu. Ich konnte punktgenau reiten, nur mit Stimme durchparieren oder Antraben. Auch mit beiden klappte das galoppieren, wenn auch erst nach einigen Schwierigkeiten. Bailyn konnte ich sogar im leichten Sitz mit durchhängenden Zügel nur durch die Stimme in den Trab zurück nehmen. Wunderbar! Nachdem ich sie vor zwei Wochen nicht mehr durchparieren konnte und sie Runde um Runde galoppiert ist (ich war noch in der Schritt-Aufwärmphase), war ich doch ein wenig nervös im Galopp, ob ich sie wieder zurücknehmen könnte. Dass das ohne Probleme klappte, beruhigte mich doch sehr. Dass Bailyn endlich wieder auch dem Reiter zuhören kann, umso mehr.

Erstaunlich fand ich einmal mehr, dass ich auf der Hinfahrt zum Stall wusste, dass es genau so klappen würde. Nun weiss ich jedoch nicht, ob ich durch dieses “Wissen” die Vorstellung so verinnerlicht hatte, dass es geklappt hat oder ob ich unbewusst gespürt hatte, dass jetzt der Zeitpunkt gekommen ist, an dem es klappt.

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Reiten wie ein Reisekoffer

Mittwoch 27. Januar 2010 von no0815girl

Ich habe viele Reitpferde gesehen, die unklar gingen. Allerdings gingen alle Lastenpferde mit einem Reisekoffer auf dem Rücken taktrein - unser Ziel ist es also, so gut zu reiten wie ein Reisekoffer.
(Bent Branderup)

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Johanneskrautöl

Sonntag 17. Januar 2010 von no0815girl

Man nehme 2-3 Handvoll Johanneskrautblüten, die noch nicht ganz offen sind und stellt sie mit einem Liter guten Speiseöl, am Besten Olivenöl, etwa 14 Tage an die Wärme; nach dieser Zeit nimmt man wieder so viel Johanneskrautknospen, die im Aufblühen sind, gibt sie in das Öl und stellt es wieder eine Zeitlang an die Wärme; das Öl wird dann ganz dunkelrot. Man seiht das Öl nach einem Monat ab und das Öl ist gebrauchsfertig. Man nimmt von diesem Öl öfter am Tag einen Teelöffel voll, es stillt allen inneren Brand und wirkt sehr vorteilhaft bei Entzündungen der Nieren, Leber, Milz, Magen und Darm, nicht nur beim Menschen sondern auch beim Vieh. Daher sollte es in keiner Hausapotheke fehlen.

Hilft bei Mauke…

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Kopfarbeit

Dienstag 29. Dezember 2009 von no0815girl

Gestern hatten unsere Pferdchen wieder ein vielseitiges Programm. Erst mal gab es Cavalettiarbeit, im Schritt und im Trab (alles geführt). Nach anfänglichem Zögern (wah - Cavaletti, da kann ich doch nicht im Trab drüber :D ) ging es mit Leckerli-Unterstützung plötzlich sehr gut ^^. Danach Longieren und Biegearbeit nach Longenkurs. Beide machen begeistert mit, auch wenn noch nicht alles funktioniert. Ist aber auch für Dominic und mich schwierig, auf Biegung achten, auf aktive Hinterhand, aufs spurig Laufen usw *help*. Aber das wird schon ^^ . Am Ende gab es wieder einmal Freispringen, vor allem Bailyn mutiert da zum Selbstläufer (Springen - Juhuu! nochmal! :D ). Richtig hoch konnten sie springen (über einen Meter) und es war wunderbar anzuschauen.

Danach führten wir uns gegenseitig einige Runden im Schritt (ich führte Dominic auf Sarah und er mich auf Bailyn). Ohne Sattel auf Bailyn zu sitzen ist immer wieder ein Erlebnis ^^ Am Ende blödelten wir noch herum, ich lag gestreckt auf Bailyn und wurde so geführt, was ihr überhaupt nichts ausmachte :)

Heute geniessen sie einen freien Tag, erstens weil wir jetzt jeden Tag recht viel gemacht hatten (entweder lange Ausritte oder viel Bodenarbeit) und zweitens um ihre Hufe zu schonen, die mittlerweile doch recht kurz geworden sind. Wir werden wohl nicht um Hufschuhe herum kommen. Eine andere Einstellerin, die kurz nach uns kam (und Western reitet - spannend!) hat auch ein Barhuf-Pferd, wir testen jetzt mal ihre Barhufbearbeiterin. Das wäre sehr praktisch, weil es bei drei Pferden sicher günstiger kommt und ich bisher keinen Barhufbearbeiter aus der Region hier auftreiben konnte, der regelmässig kommen könnte. Somit hat sich (hoffentlich) auch dieses Problem erledigt.

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Endlich mal ausgepowert

Sonntag 27. Dezember 2009 von no0815girl

Heute waren wir natürlich wieder bei unseren Pferdchen. Nachdem wir gestern Bodenarbeit, Führen in Stellung, Übertreten usw. auf dem Platz geübt hatten (mit anschliessendem Freispringen, die beiden waren kaum noch zu bremsen ^^ ), stand heute ein langer Ausritt an. Beim Putzen und Satteln hatten wir noch eine Diskussion über die Huflänge, wir müssen wohl doch möglichst bald Hufschuhe anpassen lassen, da vor allem Bailyn recht kurze Hufe hat. Danach gings aber los. Wir wählten eine Strecke auf der anderen Seite der Autobahn, Tunnel unter selbigen hindurch war gar kein Problem. Auf der anderen Seite wartete schon die lange Galoppstrecke auf uns, wo wir sie mal richtig laufen lassen konnten. Danach waren sie doch ein wenig entspannter, konnten aber die nächsten zwei Bodenschwellen doch nur mit Mühe überqueren, bzw. mit vielen Volten davor (Bailyn) oder simplem Stehenbleiben (Sarah). Am Ende schafften wir es doch noch darüber (und die Schwelle hat nicht mal gebissen - wer hätte das gedacht :D ). Ansonsten war der Ausritt sehr entspannt, sie kamen ein wenig ins Schwitzen, waren aber zurück beim Stall schon wieder trocken. Unterwegs konnten wir sogar noch seitlich treten und Schulterherein kurz einbauen. Morgen steht dann wieder kopflastige Platzarbeit an. Diese Ferien werden wir beide so richtig geniessen! ^^

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Traumhaft

Samstag 19. Dezember 2009 von no0815girl

Heute war es mit Bailyn einfach nur traumhaft. Eigentlich wollte ich ja alleine ausreiten, also gesattelt und gezäumt. Dabei ist der ganze Stall wegen irgendwas erschrocken, mein Puls raste damit nach oben. Draussen war sie dann ständig am Herumschauen und Wiehern, so dass ich einen Spaziergang daraus gemacht hatte. Ich fing dann an, Stehenbleiben und Rückwärts zu üben und konnte dadurch ihre Konzentration doch wieder auf mich lenken. Am Ende klappte auch die Schaukel (Schritt - Rückwärts - Schritt, ohne Anhalten dazwischen) sehr gut, sogar wenn sie abgelenkt war (man kann auch mit hoch erhobenem Kopf und wiehernd rückwärts laufen :) ). Weil ich aber auch sehr gerne reite, bin ich nach dem Spaziergang noch auf den Platz. Erstmal war es noch ein bisschen chaotisch, aber als ich dann anfing, dieselben Sachen wie am Boden abzufragen, war sie plötzlich Feuer und Flamme (konnte sie aus dem Rückwärts kaum mehr bremsen :) ). Nur Steh gestaltete sich plötzlich schwierig (schliesslich kann man rückwärts, vorwärts und auch seitwärts - warum also stehen bleiben? :) ), also haben wir das auch geübt. Rückwärts konnte sie dann sogar auf Stimmkommando. Insgesamt war es ziemlich chaotisch, aber es war genial, ein so eifriges Pferd unter sich zu haben. Durch das viele Rückwärts kam auch die Hinterhand schön unter den Schwerpunkt, der Rücken wölbte sich und Schritt und Trab waren teilweise richtig schön gesetzt und schwungvoll.

In der Box konnte ich dann auch noch die neue Abschwitzdecke ausprobieren, da sie durch den Schnee nass geworden war. Später fahren wir dann nochmals beim Stall vorbei, dann nehme ich sie ihr ab.

Auf dem Weg nach Hause musste ich eine Runde richtig weinen vor Glück. Genau das hatte ich mir erträumt und gewünscht und ich kann es immer noch kaum glauben, dass mein grosser Traum wahr geworden ist!

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Sie machen sich

Freitag 18. Dezember 2009 von no0815girl

Endlich komme ich wieder mal (kurz) dazu, mich zu melden. Unsere beiden Pferde machen sich langsam. Am Wochenende waren wir spazieren mit Freunden, dabei sind wir auch mal draufgesessen. Die beiden waren zwar neugierig, aber nicht nervös. Es war einfach toll *schwärm*! Am Dienstag sind wir dann das erste Mal mit Sattel und Zaumzeug auf dem Platz geritten, allerdings nur Schritt und wenig Trab, da der Platz leider gefroren ist. Zum Glück ist aber auch die Weide gefroren, so dass sie ab Mittwoch auf die Sommerweide konnten (während die anderen Pferde auf der Winterweide waren), nachdem es bisher nur einige Stunden Auslauf auf dem Reitplatz gab. Deswegen hatte ich gestern abend auch zwei Dreck-Schweinchen :D . Gestern war ein grosser Tag, meine Reitlehrerin kam nämlich das erste Mal vorbei. Sie konnte mir einige Tipps geben und hat auch “Beritt vom Boden” aus gemacht. Eine Reitstunde war es in dem Sinne also nicht, aber gebracht hat es mir sehr viel. Ich weiss nun, wie ich mit den beiden umgehen muss, was ich beim Führen beachten muss. Deswegen steht jetzt viel Boden- und Führarbeit auf dem Plan. Sie war übrigens sehr begeistert, vor allem von Bailyn, weil die so enorm schnell lernt und die Arbeit mit den Beiden hat ihr grossen Spass gemacht. Puh! Gottseidank! Auf ihr Urteil lege ich nämlich sehr viel Wert und es macht mich stolz, dass sie die beiden toll findet. Beim Zusehen, wie sie mit Bailyn gearbeitet hat, kamen mir fast die Tränen vor Stolz und Erleichterung. Sie waren nämlich das erste Mal alleine auf dem Platz (erst Bailyn, dann Sarah) und ich rechnete eigentlich mit Theater der beiden. Aber nichts da, von der ersten Sekunde her konnte man mit ihnen arbeiten. Kleben fast gleich null (ausser zwei drei Mal Wiehern am Anfang). Deswegen wagen wir uns bei der nächsten Gelegenheit ins Gelände *freu*! Bisher fehlte ja die Ausrüstung, Sattel und Zaum sind jetzt aber vorhanden. Die zwei Zäume habe ich gestern mühsam mit Gebiss zusammengesetzt, gar nicht so einfach mit diesen Schnallen, Haken und Lederriemen, besonders wenn die Finger kalt sind *bibber*. Aber alles hat gepasst, auch wenn die Gebisse bei beiden wohl eher zu klein waren (12.5 für Bailyn und 13.5 für Sarah - es müsste wohl 13.5 für Bailyn und 14.5 für Sarah sein…). Aber für den Anfang reicht es, ein 14.5 Gebiss ist ja schnell gekauft.

Heute und morgen ist die Zeit knapp bemessen, heute muss ich noch die Wechselnummerschilderhalter (was für ein langes Wort ^^ ) kaufen und befestigen, dann den Jeep in die Werkstatt bringen (ist wohl eine Sicherung draussen - keine Heizung bei diesen Temperaturen *frier*). Das alles geschieht heute, weil ich morgen noch den Pferdeanhänger abholen soll. Und am Nachmittag ist die Geburtstagsfeier von Dominics Nichte und Patenkind (hat er jetzt überhaupt schon ein Geschenk?). Zum Glück haben wir einen beleuchteten Platz, dann kann ich auch noch abends etwas machen. Und vielleicht gibt es am Sonntag den ersten Ausritt…? :)

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Clickertraining

Mittwoch 9. Dezember 2009 von no0815girl

Diese Woche habe ich mit Clickertraining begonnen. Erstmal übe ich das Kopf tief auf Kommando. Bailyn hatte das recht schnell raus, obwohl sie am Anfang doch sehr dagegen drückte, wenn ich meine Hand in ihr Genick legte. Mittlerweile geht die Nase schon fast bis an den Boden ^^ . Bei Sarah habe ich es noch nicht ganz hingekriegt, aber das kommt auch noch. Ich finde es erstaunlich, wie ich selbst bei solch kleinen Sachen einen enormen Unterschied bemerke.

Am Sonntag waren wir mit den beiden spazieren, zusammen mit Dominics Schwester und Anhang, bestehend aus ihrem Mann und der zweijährigen Tochter. Die beiden Frauen durften beide auch mal draufsitzen, wobei ich die Kleine einfach bei mir vorne dran gesetzt hatte. Trotz neuem Gelände waren beide total lieb, sind nie erschrocken, folgten brav, egal wer führte und benahmen sich einfach nur vorbildlich. Hach, was bin ich stolz! :)

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Heute vor einer Woche

Mittwoch 9. Dezember 2009 von no0815girl

Nun ist es schon eine Woche her, seit Bailyn und Sarah bei uns angekommen sind. Und die beiden sind einfach nur ein Traum! Wunderschön, gut erzogen, brav. Einmal pro Woche Ist Gruppenreitstunde, zwei Einstellerpferde und die zwei der Stallbesitzerin werden dafür zur Verfügung gestellt. Anscheinend wurde schon gefragt, ob man die zwei Schwarzen auch reiten könne :) Und die Stallbesitzerin fand auch, dass sie wunderbar zum Führen sind. Sie kleben zwar immer noch ein wenig, aber das wird jeden Tag besser.

Dominic liebt seine Sarah jetzt schon abgöttisch und sie ist für ihn das perfekte Pferd, das niemals auch nur Pupst :D

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Fellarbeiten

Mittwoch 2. Dezember 2009 von no0815girl

Hier kann man sich tolle Fellbezüge für Sättel und mehr machen lassen:

Fellarbeiten Daniel Steinmann

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“Nur” ein Pferd

Mittwoch 2. Dezember 2009 von no0815girl

Von Zeit zu Zeit sagen Leute zu mir: “wach auf, es ist nur ein Pferd” oder “das ist aber viel Geld für “nur ein Pferd”. Sie verstehen nicht, warum man diese Wege zurück legt, so viel Zeit investiert, oder die Kosten auf sich nimmt die “nur ein Pferd” mit sich bringt. Manche meiner stolzesten Momente verdanke ich “nur einem Pferd”. Viele Stunden sind vergangen in denen meine einzige Gesellschaft “nur ein Pferd” war, aber ich fühlte mich nicht ein einziges Mal missachtet. Einige meiner traurigsten Momente wurden durch “nur ein Pferd” hervorgerufen und an dunklen Tagen war es “nur ein Pferd” , dessen freundliche Berührung mir Wohlbefinden und die Stärke um den Tag zu überstehen brachte. Falls du auch denkst es ist “nur ein Pferd” , dann wirst du vermutlich Sätze kennen wie ” nur ein Freund”, “nur ein Sonnenaufgang” oder “nur ein Versprechen”. Es ist “nur ein Pferd”, welches das Wesentliche aus Freundschaft, Vertrauen und purer unverfälschter Freude in mein Leben bringt. “Nur ein Pferd” ruft in mir das Mitleid und die Geduld hervor, die mich zu einem besseren Menschen macht. “Nur ein Pferd” bringt mich dazu früh aufzustehen, lange Ausritte zu machen und sehnsüchtig in die Zukunft zu blicken. Deswegen ist es für mich und den Menschen wie ich es bin eben nicht “nur ein Pferd”, sondern eine Verkörperung aller Hoffnungen und Träume für die Zukunft, geliebte Erinnerungen und der pure Genuss der Gegenwart. “Nur ein Pferd” zeigt was gut an mir ist und lenkt meine Gedanken ab. Ich hoffe die anderen Menschen können eines Tages verstehen, dass es nicht “nur ein Pferd” ist, sondern etwas, dass mir Menschlichkeit verleiht und dich zu mehr macht als nur” eine Frau”.

Also, wenn du nächstes Mal den Satz “nur ein Pferd” hörst, dann lächle weil sie es “nur” nicht verstehen.

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Hof in unserer Nähe

Montag 30. November 2009 von no0815girl

Gerade gefunden:

Shalayka Wasserfallen Hof

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Reiten mit Bingo

Mittwoch 25. November 2009 von no0815girl

Gestern war ich wieder mal mit meiner lieben Freundin reiten. Wir gondelten in die Halle, da konnten wir auf dem Hin- und Rückweg schön plaudern und in der Halle mit den Pferden arbeiten. Bingo war ja ziemlich untrainiert, was man auch seinem Rücken ansah - dieser hatte sich merklich gesenkt. Beim Putzen und Satteln hampelte er wie immer rum, aber erstaunlicherweise verunsicherte mich das dieses Mal nicht und nach einmal kurz anschreien konnte er plötzlich still stehen :D Und auch in der Halle war er richtig motiviert. Ich kenne ihn ja nur so, dass ich ihn in Trab und Galopp “prügeln” muss, gestern konnte ich sogar mit feinen Hilfen aus dem Schritt angaloppieren! Dazu haben wir Schulterherein am Boden und im Sattel geübt. Ich glaube, die Übung am Boden hat ihm sehr gut getan. Er machte mit und kaute ab. Auch danach war er sehr motiviert und gab sich grosse Mühe, obwohl einiges davon für ihn bestimmt anstrengend war. Zur Belohnung für uns beide sprangen wir am Ende noch ein paar Mal ein kleines Hindernis. Das ist ja für Pferde mit Senkrücken sehr gut, weil sie über dem Sprung den Rücken wölben müssen. Ausserdem hat es uns beiden richtig Spass gemacht, ich fühlte, dass er nicht verweigern oder ausweichen wollte, sondern springen. Vor dem Sprung zog er leicht an, ohne wirklich schneller zu werden und den Sprung selbst nahm er schön vorsichtig. Hach, es war einfach toll, ich hatte so einen guten Draht zu ihm!

Ich glaube ja, dass mir mein Pferdchen Bailyn diese Selbstsicherheit zurückgegeben hat. Wenn ein Pferd rumhampelte, machte mich das immer enorm nervös, weil ich Angst hatte, dass ich dann umgerannt werde. Bailyn schaffte es jedoch, sich herumzudrehen, ohne mich anzurempeln, obwohl ich neben ihr stand. Sie hat sich dafür richtig krumm gemacht, wortwörtlich! :D Das zeigte mir, dass Pferde sehr wohl Rücksicht nehmen können, wenn sie nur wollen ^^

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Wir sind Pferdebesitzer!

Montag 16. November 2009 von no0815girl

Ich freu mich immer noch wahnsinnig! Es hat alles geklappt und seit letztem Freitag, dem 13. (hehe) sind Dominic und ich stolze Besitzer von Sarah und Bailyn! Zwei traumhaft schöne, junge Rappstuten. Ich will gar nicht viel weiter erzählen, sondern einfach die Videos in den folgenden Beiträgen für sich sprechen lassen…

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Film über Shagya Araber

Sonntag 1. November 2009 von no0815girl

In Sat1 gab es einen Bericht über Shagya Araber, der auf “meinem” Gestüt aufgenommen wurde, besser gesagt, auf dem Gestüt, wo Bailyn herkommt. Und: Bailyn ist auch drauf *stolzbin* Mein Pferdchen im Fernsehen *gg*

Und hier findet ihr den Film

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Pferdeanhänger

Donnerstag 1. Oktober 2009 von no0815girl

Nun hat auch ein Pferdeanhänger den Weg in meinen Besitz gefunden. Diesmal exakt das, was ich gesucht hatte. Ein älterer 2er Anhänger, der nicht mehr als 2000 Franken kostet und noch fahrtauglich ist. Er ist sogar noch auf den Verkäufer eingelöst, so dass ich ihn letzten Sonntag aus dem fernen St. Gallen holen konnte. Etwa fünf Stunden war ich unterwegs, konnte aber zum Glück Dominics Auto nehmen, erstens wegen den Benzinkosten und zweitens war mein Jeep ja sowieso gerade vermietet (dazu später mehr). Es ist ein robuster Anhänger, der neu ca. 15′000 Franken gekostet hat. Er ist ziemlich abgenutzt und die Polster sind teilweise aufgerissen, zwei Pneus sind recht neu, die anderen muss ich bald mal ersetzen. Aber dafür hat er eine Sattelkammer *freu*. Von der Farbe her finde ich den Anhänger ziemlich hässlich, so ein goldbraun metallic. Das passt aber hervorragend zu meinem grünen Jeep, der ja auch goldige Verzierungen hat (das Jeep Logo usw.).

Jetzt muss ich den Anhänger mal in eine Werkstatt bringen und MFK tauglich machen lassen. Das hat aber keine Eile, denn was soll ich den Anhänger einlösen, wenn ich ihn mangels Pferd noch nicht brauchen kann? *seufz* Ausser vielleicht zum Vermieten, wobei die Turnier- und Kurssaison jetzt ja schon mehr oder weniger vorbei ist.

Danach werde ich ein Inserat aufgeben, dass ich nun Jeep plus Anhänger vermiete :)

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Reitstunden

Donnerstag 17. September 2009 von no0815girl

Die letzten paar Tage wollten mir wohl alle wieder grosse Pferdchen untersetzen. Letzte und diese Woche hatte ich auf dem Linerhof eine Vollblutstute und bei meiner Reitlehrerin ihren grossen Lusitano. Auf der Vollblutstute fühlte ich mich nicht ganz so wohl, erstens weil mich die Hektik eines Vollbluts immer ein wenig nervös macht und zweitens, weil mir der Sattel zu gross ist und wohl auch mehr Richtung Springen geht als Dressur. Dementsprechend liefen die beiden Stunden auch, nicht schlecht, aber auch nicht wirklich überragend. Bei meiner Reitlehrerin fühlte ich mich schon wohler, aber beim Lusitano ist der Kopf schwer herunterzubekommen, er macht immer einen auf Hansguckindieluft.

Ich hoffe jedenfalls, bald wieder auf kleinere, weniger hyperige Pferde zu bekommen. Und im Januar sieht die Welt sowieso wieder anders aus, mit meinem eigenen Pferd ^^

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Links zu Pferdeausrüstung

Donnerstag 17. September 2009 von no0815girl

Barefoot

Reitsportartikel

Hauptner

Sattelkammer

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Traumpferd Shagya Araber

Mittwoch 16. September 2009 von no0815girl

von Inez Rüppel

Laßt uns sagen, das Traumpferd lebt!

Das berühmte “geborene Reitpferd”… Mit der Kapazität, die uns erlaubt, das zu reiten, was wir wollen. Im Notfall kann es aber trotzdem auch alles andere, was man gerade so braucht. Dressur, Springen, Renngalopp, Geländebummel, Distanzritt, Kinderreitstunde, Reitbahn eggen, auch mal repräsentativ die Kutsche ziehen… Da braucht man nur ein Pferd für alles. Da bleibt dann noch Geld für den ordentlichen Sattel und den richtig guten Unterricht über, so daß man endlich mal…

Das Pferd, auf dem Reiten endlich Spaß macht. Weil es aufgrund seiner überragenden Konstruktion und seines kooperativen Charakters schon “halb geritten ist”, ehe man den ersten Sattel auflegt.

Denn vor uns steht halt das ideal durchkonstruierte Pferd. Man könnte nicht sagen, was anders sein sollte. Nicht zu kurz, nicht zu lang, nicht zu groß, nicht zu klein, nicht zu leicht, nicht zu schwer. Elegant und edel, aber tragstark. Schnell, aber auch ausdauernd. Hochgradig versammlungsfähig, aber auch schwungvoll. Ein tragfähiger Rücken, der den Reiter optimal hinsetzt und ihm ´viel Pferd` unter sich gibt, ohne die Beine auseinanderzupressen wie eine Tonne. Man setzt sich hin und fühlt sich wohl. Ein natürlich aufgerichteter, doch geschmeidiger Hals, der dem Reiter ´viel vor sich` bietet und das Pferd selbsttätig ausbalanciert. So daß sich der Reiter aufs Genießen des Rittes konzentrieren kann, anstatt darauf, das Pferd auf den Beinen zu halten. Über Hindernissen oder im schnellen Galopp dehnt sich dieser Hals dann genauso gern nach vorn, wie er sich in der Versammlung statiös aufrichtet. Starke Beine und Hufe brauchen wir natürlich noch, die das Vergnügen lange andauern lassen und keine ängstliche Vorsicht erforden. Ein leistungsfähiges Kreislauf- und Atemsystem, so daß wir uns auch den rasanten Galopp oder den langen, flotten Ritt nicht immer aus Rücksicht verkneifen müssen.

Bei alle dem ist das Traumpferd selbstverständlich auch äußerst bequem zu sitzen. Und bei allem Temperament, bei allem Feuer und Adel, der den Reiter genauso stolz macht wie das noble Tier selbst, bleibt es immer vernünftig mit allen vier Hufen auf dem Teppich (oder Reitbahnboden), so lange der Reiter nicht etwas anderes ausdrücklich wünscht. Sensibel und menschenbezogen, läßt es sich am Seidenfaden lenken.

Was nun keineswegs heißt, daß es überfein oder ziemperlich ist. Denn selbstredend hat das Traumpferd gute Nerven, ist einfach und anspruchslos in der Haltung, robust, gesund und haltbar… Bei aller adligen Vornehmheit verzeiht es gelassen die kleinen Schwächen des Reiters, anstatt sich darüber aufzuregen. Ein Pferd also, daß sich nicht nur mit seines Reiters unbegrenzten Ambitionen, sondern auch mit seiner begrenzten Freizeit, seinem begrenzten Geldbeutel, seinen manchmal begrenzten Nerven und Fähigkeiten, dem schlammigen Reitplatz, dem Bagger daneben und der Schwiegermutter verträgt.

Kurzum: Das Traumpferd ist ein Pferd, daß einen Marstall schmücken würde – aber auch im windschiefen Offenstall fröhlich floriert. Da wir alle im Alltag leben, ist es alltagstauglich. Aber bei weitem nicht alltäglich!

Denn natürlich gehört zum Traumpferd eine lange und stolze Geschichte, voller glanzvoller und romantischer Assoziationen. Seine Vorfahren waren der Stolz von gekrönten Häuptern, der Platz auf ihrem Rücken eine Belohnung für Offiziere. Ihre legendäre Leistungsfähigkeit half Reiche sichern, selbst die großen Pferdezuchtnationen importierten sie für die Härteeinsätze ihrer Kavallerie. Ihre Schönheit glänzte in der kaiserlichen Leibgarde. Ihr Ruhm war einst im Munde von Pferdefachleuten in ganz Europa.

Die phantastischen Gebrauchseigenschaften des Traumpferdes sind selbstverständlich auch heute noch gesucht. Zu oft hat es erfolgreich mit Spezialrassen auf deren ureigensten Terrain konkurriert – sei es mit dem Vollblutaraber auf der langen Distanz, oder dem Warmblut-Sportpferd in der eigens für es entworfenen Hengstleistungsprüfung. Es veredelt mit großem Erfolg die verschiedensten anderen Rassen, vom Reitpony über moderne Sportpferde bis zum barocken Lippizaner. Jeder kann ja irgendetwas gebrauchen – schwebendes Gangwerk, Springvermögen, Härte, Umgänglichkeit… Das Traumpferd teilt sie großzügig den anderen Rassen mit. Denn es gibt nicht viele seiner Art. Doch der glückliche Besitzer des Traumpferdes kann damit leben. Denn wer will schon ein Pferd haben, daß jeder hat? Ein Traumpferd muß doch irgendwie auch immer etwas eksklusiv sein; auch wenn einem die anderen Reiter natürlich schon irgendwie leid tun…

Trotz aller Seltenheit lebt man als Besitzer des Traumpferdes in dem stolzen Bewußtsein, daß es natürlich unter wirklichen Fachleuten schon jahrhundertelang geradezu Legende ist. Kein Wunder auch, wenn man bedenkt, daß die Zuchtgeschichte des Traumpferdes so einmalig ist wie es selbst. Das Traumpferd wurde eben planmäßig, gewissermaßen am Reißbrett entworfen, anstatt das Resultat wechselnder zeitgenössischer Bedürfnisse und daraus resultierender Einkreuzungen zu sein, wie die meisten anderen Rassen. Das “ultimative vielseitige Reitpferd” ist halt ein ziemlich zeitloses Ideal…

Der Auftrag, dieses Pferd zu erschaffen, kam von höchster Stelle. Ungeheure Ressourcen standen deshalb zu seiner Ausführung bereit. So konnte man nicht nur das aller beste Zuchtmaterial ankaufen, das aufzutreiben war, sondern man konnte es sich auch leisten, zeitweise bis zu 80 % eines Jahrgangs aus den Herden auszusortieren. Verständlich, daß das Traumpferd so ungewöhnlich durchgezüchtet ist und sich bei Einkreuzung so prägend vererbt. Und da es nie Modepferd war, hatten die Züchter nie Grund, ihre strenge Selektion zugunsten geldbringender Vermehrung aufzugeben oder Werte wie Gesundheit und Charakter den gerade aktuellsten äußeren Eigenschaften zu opfern.

Trotz seiner einzigartigen Qualitäten und dem geringen Angebot kostet das Traumpferd aber nicht mehr als jedes beliebige Wald- und Wiesen-Hottehüh. (Sonst wäre es ja kein echtes Traumpferd!) Man kann es ohne Probleme hier bei uns erstehen, ohne aufwendige Importe. Vielleicht steht es sogar schon auf einer Wiese im nächsten Dorf…

Tja, schön wär´s…

Gäbe es das Traumpferd, wie könnte es sein, daß wir noch nicht davon gehört haben? Reiter allerorten müßten doch schon bei den Züchtern Sturm klingeln - davon abgesehen hätte der Preis eines Artikels von konkurrenzloser Qualität, der nur in geringer Anzahl zu haben ist, längst astronomische Höhen erreicht. Oder wie sollte das sonst zugehen?

Stellen wir uns vor, jemand kommt auf einen Markt und sieht an einem Stand eine große Schatulle mit Schmuck. Da liegen die buntesten, funkelsten, ausgefallensten Ketten und Diademe über- und ineinander, dazwischen, kaum daß man sie sieht, hier und da einige wenige farblose, ziemlich trübe Steinchen. Die spektakulären Stücke sind begehrt und haben deshalb ihren Preis (auch wenn es teilweise nur Straßsteine sind, die da so blinken, oder die Fassungen sich oftmals als weniger haltbar erweisen, als mancher Käufer wünschen könnte). Unser jemand möchte auch gern so ein Steinchen, aber sein Geld reicht am Ende nur für eine der blinden Glasmurmeln. Er nimmt sie trotzdem mit; irgendetwas Nettes, denkt er, wird sich damit schon anfangen lassen. Zufällig besucht ihn ein paar Tage später sein Freund, ein Juwelier. Dieser springt sofort wieder aus seinem Sessel auf, als er den Stein sieht, den der Käufer zur Verschönerung in ein Blumenarrangement gelegt hatte. Er bittet den Besitzer, ihm das Stück auszuleihen, und ruft ihn noch am selben Abend völlig elektrisiert an. “Wo um Gottes Willen hast Du diesen lupenreinen Rohdiamanten gekauft?!! Und was zum Kukuck macht er in Deinem Blumentopf?”

So kann es einem gehen.

Und so geht es heute einem Gutteil Reiter auf der Suche nach dem Traumpferd, scheint es.

Denn das lebt. Seit mehr als 200 Jahren in Reinzucht.

Nur, als echter Rohdiamant zeigt es sein wahres Feuer, seine unvergleichliche Schönheit und Härte erst, wenn es fachkundig geschliffen wird – in den Händen eines anspruchsvollen Reiters oder Fahrers. Im Rohzustand sieht der Laie oft nur ein nicht allzu großes Pferd, daß durch keine extreme Eigenschaft spektakulär wirkt. Denn das Traumpferd ist ja ein Allrounder (wenn also auch oft auf dem Niveau von Spezialisten der jeweiligen Disziplin), kein Spezialist. Seine Eigenschaften können kaum so augenfällig sein, weil sie eben alle weniger extrem sind.

Seine Spezialität ist der perfekt balancierte Körperbau und das intelligent-gelassene Wesen, die alles möglich machen - aber nur einem fachkundigen Auge als etwas Bemerkenswertes auffallen. Es hat nicht den extrem hoch aufgesetzten, mächtigen, imponierenden Hals des Barockpferdes; nicht die extreme Windhunde-Schnittigkeit des Englischen Vollbluts; nicht die extreme Zierlichkeit und das riesige Auge des Vollblutarabers; nicht die Muskelmassen des Quarter Horse. Denn es soll ja nicht nur versammelt tanzen können, sondern auch rasch und ausdauernd sein sowie springen können; es soll Speed und Sprungkraft haben, aber sich auch versammeln können; es soll schön und edel sein, aber auch stark; und es soll stark sein, aber auch leichtfüßig und ausdauernd.

Es hat keine Spezialgangart, keine ins Auge fallenden Spezialfarben, keine wallende Mähne – nichts, was auf den ersten Blick fasziniert. Denn es ist ein praktisches Pferd. Es wurde zum Reiten gezüchtet, zu nichts anderem. Deshalb ist es gewöhnlich auch nur unter dem Reiter, daß es beeindruckt. Unter dem guten Reiter. Denn das ist seine Spezialität: Desto beeindruckender zu werden, je mehr der Reiter verlangt.

Es ist typisch, daß das “Aha-Erlebnis” seiner Anhänger oft ein “Gebrauchserlebnis`”ist. Bei vielen anderen Rassen haben die Fans imponierende Pferde auf einer Schau gesehen, in einer Pferdezeitschrift, oder sie haben über ihre faszinierende Geschichte gelesen und suchen nun ein Exemplar, bereit, es besonders und toll zu finden. (Was nicht heißt, daß es in diesen Rassen nicht auch wirklich viele tolle Pferde gibt!) Bei unserem Traumpferd hat man gewöhnlich von der Rasse kaum gehört, oder wenn man das hat, so hat man keine besondere Vorstellung davon. Oft reitet (oder fährt) man das Pferd, ohne zu wissen, welcher Rasse es angehört. Auf einmal merkt man, daß man an das Traumpferd geraten ist. Wie es einen hinsetzt… Wie es sofort mitarbeitet… Wie es versteht, was man gerade erst angedacht hatte… Wie es zu treten beginnt – und das auf dieser Buckelpiste von Reitplatz! Wie es unverdrossen mitarbeitet und den Sprung anzieht, obwohl es eigentlich noch gar nicht gesprungen sein sollte… Und müde scheint es auch nicht zu werden! Und dieses Gefühl, dieses geschmeidige, kraftvoll vibrierende, und doch mühelose Schweben… Reitet man denn wirklich schon so gut? Das ist das Spektakuläre: Daß alles so unspektakulär wird, so lange man da oben sitzt.

Ein Pferd, daß unter dem Reiter fasziniert, muß unter den Reiter kommen, um zu faszinieren.

Das Rätsel wird verständlich: Um unter gute Reiter zu kommen, muß das Pferd Status haben. Um diesen Status zu bekommen, muß es die Aufmerksamkeit vieler erregen, und wenn es daß gewöhnlich erst unter dem Reiter tut…

Nun gibt es eine Anzahl Reiter mit Traumpferden, die diese regelmäßig reiten; nur sind die wenigsten von ihnen wirklich gute Reiter. Denn das Traumpferd, großzügig und vernünftig, geht oft rührend auf schwächere Reiter ein, obwohl es als edles Blutpferd deutlich unter groben oder ungeschickten Händen leidet. Typischerweise versucht es trotzdem unermüdlich, den Reiter zufriedenzustellen, anstatt ihm durch (verdiente) Widersetzlichkeit seine mangelnden Fähigkeiten vor Gesicht zu führen. Daher landen nicht wenige Traumpferde, die von ihrem Gangvermögen her mühelos in einem barocken Reitsaal tanzen könnten, als ´billige Freizeitpferde` auf einem Waldweg oder Matschplatz, wo sie geduldig ihre wackligen Besitzer durch die Gegend schaukeln, ihre großen Bewegungen taktvoll gedämpft zu einem vorsichtigen Kavalleritrab. Da gehört schon das Auge des Pferdekenners dazu, den ungeschliffenen Rohdiamanten zu erkennen…

Wer das aber kann, wird oft mit einem wirklichen Brillianten belohnt – gewöhnlich zum Preis einer Straßkette. Bei nur ungefähr 2000 Zuchtpferden weltweit ist die Zahl der Traumpferde-Vertreter, die in auf andere Rassen zugeschnittenen Disziplinen glänzen, so bald sich endlich einmal ein wirklicher Reiter auf ihren Rücken schwingt, geradezu frappierend hoch. Schaut man einmal nach, sieht man, daß viele der erfolgreichsten Sportpferde (MILTON, REMBRANDT und Konsorten) – ihre Leistungseigenschaften der Einkreuzung des Traumpferdes verdanken! Das doch eigentlich im Vergleich zu ihnen nur ein kleines “Hobbypferd” ist…? Dann müßte man doch eigentlich die anderen Rassen in das Traumpferd einkreuzen, oder? Wunder über Wunder…

Und das Wunderbarste von allem: Die ganze Geschichte ist wahr. Weil sie nicht nur ein Mythos, sondern echte Geschichte ist. Dokumentiert bis zum allerersten, immer noch erhaltenen Zuchtbuch.

Nicht überraschend hatte nämlich die Kvallerie im 18. Jahrhundert den gleichen Wunschzettel wie viele heutige anspruchsvolle Reiter: Das stolze, intelligente, leichtfüßige Edelpferd – aber bitte groß und kräftig genug (ohne wieder unhandlich zu sein!), vernünftig, robust, und unkompliziert. Die Quadratur des Kreises?

Die Kavalleristen damals, zum Glück, hatten ressourcestärkere Gönner als die meisten von uns. Für den Krieg war nichts zu teuer, und der Staat kaufte bereitwillig die besten Wüstenaraber, die sich auftreiben ließen. Dieses Ausgangsmaterial wurde dann von den angesehensten Pferdefachleuten ihrer Zeit geschliffen, bis die besten Qualitäten hervorgeholt und alle Unreinheiten entfernt waren. Am Anfang unter Zuhilfenahme vom besten, was die zeitgenössischen europäischen Pferde zu bieten hatten, dann Generation für Generation in Reinzucht und gelegentlicher Rückkreuzung mit speziell reitpointierten Vollblutarabern.

Und da sprechen Unkundige manchmal – soweit sie den Namen überhaupt behalten haben - vom S H A G Y A wie von “einem Araber, der nicht gut oder rasserein genug” für die Bezeichnung “Vollblut” ist! Nichts könnte ja falscher sein… Der Shagya ist kein “Araber zweiter Klasse”, sondern existiert, weil der Vollblutaraber den hohen Ansprüchen der europäischen Kavallerie zu ihrer Blütezeit nicht genügte, da er nicht groß, stark und gängig genug war. Seine phantastischen Eigenschaften Schnelligkeit, Intelligenz, Ausdauer bildeten nur die Grundlage für eine neue Rasse, welche dieselben mit Kaliber, Gelassenheit und überragender Mechanik kombinierte, ohne den Adel zu verlieren. Der Vollblutaraber ist eine unbezahlbare Genresource – der Shagya ist die gelungene Quadratur des Kreises.

Außerdem ist die Bezeichnung “Araber” für einen Shagya rein historisch nach jahrhundertlanger eigenständiger Existenz ungefähr so sinnvoll, wie für das Englische Vollblut. Diese Rasse, die nicht wesentlich älter ist, entstand ebenfalls auf orientalischer Basis, ohne daß man sie deswegen nur als einen “unreinen” Orientalen ansieht. Man nennt ja auch den Lusitano nicht ein ´portugiesisches PRE`, obwohl er auf diesem basiert… Oder den Westfalen einen Hannoveraner?

Der Name “Shagya-Araber” weist auf den Ursprung der Rasse hin, die einst “Kulturaraber” hieß. Das erweckt bei vielen Laien den Eindruck, daß es sich um eine Spielart des Arabers handelt. Damit landet der Shagya regelmäßig in der “Araberschublade”, die bekanntermaßen mit so vielen Vorurteilen vollgestopft ist wie sonst kaum eine. Die Wahrheit ist also eine ganz andere: Der Shagya ist keine Nebenform, sondern die Verbesserung des Wüstenarabers zum ultimativen Reitpferd.

In diesem Zuchtziel, und den daraus resultierenden Qualitäten, ist der Shagya einzigartig.

Nicht nur deswegen ist er hoch exklusiv, anstatt “Billigpferd”: Es gibt also auf der Welt so um die 2000 Zucht-Shagyas – aber beispielsweise um die 15 000 Lusitanos… (Was nicht heißen soll, daß die Lusitanos deswegen weniger wertvolle Pferde sind!)

Der Shagya kann in seinen besten Exemplaren ungefähr alles, was andere Rassen auch können, bis hin zum Springen gegen Warmblüter (z. B. KOYANO) oder der Veredlung von Barockrassen (z. B. AMOR, eingesetzt in Piber). Andere Rassen können selten alles, was der Shagya kann (was wiederum nicht heißt, daß sie nicht auf ihren Gebieten phantastische Pferde sind!) Durchschnitts-Shagyas sind oftmals ideale Freizeit-, Amateur-Turnier-, oder Familienpferde.

Viel näher kann man dem perfekten Pferd wohl nicht kommen?

Und dieses Pferd gibt es tatsächlich gewöhnlich zum Durchschnittspreis, da kaum jemand weiß, was es eigentlich ist!

Manche Dinge sind eben zu schön, um wahr zu sein.

Vielleicht sollten wir doch einmal die unscheinbaren, wuschligen Dinger auf der Züchterweide nebenan näher in Augenschein nehmen. Die mit dem sonnenförmigen Brand und dem seltsamen Namen. Die, die immer so freundlich, aber trotzdem vorsichtig an uns schnuppern, als versuchten sie beharrlich, aber bescheiden unsere Aufmerksamkeit zu fangen… Vielleicht sind es ja Traumpferde inkognito?

Rohdiamanten?

SHAGYAS…!

Nicht träumen! Reiten!

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